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Ein vernetztes Europa hat leistungsfähige und sichere Infrastrukturen

[ Dienstag, 01 Juni 2021 ]


 

Wir machen eine Reise zu den großen Bauwerken zusammen mit Sisgeo, einem Unternehmen, das auf die Herstellung von Instrumenten für die Bauwerksüberwachung und für die Überwachungen geotechnischer Strukturen spezialisiert ist.

BY FEDERICA VENNI 

Eine Geschichte von fast dreißig Jahren, während denen viel Wasser unter den Brücken durchgeflossen ist. Für Sisgeo ist das nicht nur eine Redensart. Als Zeuge des "epochalen Wandels", den der Sektor vor allem durch die Digitalisierung von Maschinen und Methoden durchlaufen hat und immer noch durchläuft, ist Sisgeo eine der lombardischen Unternehmen, anhand welcher die Entwicklung und den Wandel der italienischen und europäischen Infrastrukturbauten sehr gut beschreiben werden kann.
Führend in unserem Land und unter den weltweit fünf wichtigsten Firmen auf diesem Tätigkeitsgebiet, hat sich dieses Unternehmen aus Masate, im östlichen Hinterland von Mailand, auf die Entwicklung, Produktion und Installation von Präzisionsinstrumenten spezialisiert um im Betrieb befindliche Bauwerke und Geotechnik-Strukturen zu überwachen: Brücken, Tunnel, U-Bahnen, Straßen, Dämme, Eisenbahnen, Gebäude, Bergwerke.


Ihre Produkte - darunter Piezometer, Neigungsmesser, Pendel, Ableseeinheiten, Datenlogger - verbinden die Tradition italienischer Fertigung mit modernster Technologie und basieren auf reichhaltigen Erfahrungen der Anwendung in wichtigsten internationalen Bauwerken.
Romano Lamperti, der, nachdem er lange Zeit Mitarbeiter der Firma SIS Geotecnica war, gründete im Jahre 1993 zusammen mit Domenico Bruzzi die Sisgeo. Er ist ein leidenschaftlicher Unternehmer: So wie ihn der Stolz auf die geleistete und geplante Arbeit immer wieder zu neuen Herausforderungen antreibt, so hindert ihn sein Pragmatismus nicht daran, die Hindernisse zu sehen und zu analysieren, die sich jedes Mal auftun, wenn es darum geht, für ein großes Bauwerk Messsysteme zu planen und zu erstellen.
Dritte Bosporusbrücke - Türkei

"Wir haben das Unternehmen übernommen, um Kontinuität und Erfahrung einzubringen. Wir haben stark in Technologie investiert und uns hauptsächlich auf internationale Märkte konzentriert. Ja, denn die Baustellen in unserem Land sind ", erklärt Lamperti, " und wenn sie einmal in Gang kommen, ein Gewirr aus schwer zu erlangenden Genehmigungen, Bergen von Bürokratie und verspätet eintreffenden Zahlungen“. So befinden sich die wichtigsten Projekte, die das Unternehmen abgeschlossen hat oder verfolgt, meist im Ausland.


Auf dem alten Kontinent, unserer Heimat, wächst der Bedarf an Verbindungen zwischen den Staaten. Der Grand Paris Express ist das größte städtische Verbindungsnetz, größtenteils unterirdisch, das die französische Hauptstadt mit ihrem Umland verbindet: ein gigantisches Projekt, für das Sisgeo die Werkzeuge zur Überwachung der Baugruben und der dadurch entstehenden Interaktionen mit dem, was sich an der Oberfläche befindet, den Gebäuden liefert. Für die in der Zeit vor dem Brexit geplante Hochgeschwindigkeitsbahn HS2 wurden dagegen auf der Strecke zwischen London und Birmingham exklusive Geräte eingesetzt: Sie überwachen das Verhalten des Bodens durch spezielle, in Rohren installierte Sensoren, die dessen horizontale Bewegung und vertikale Setzungen erkennen. Und dann ist da noch das berüchtigte Turin-Lyon, bei dem "wir auf französischer Seite gut gearbeitet haben, während wir in Italien wegen der NO TAV-Proteste im Stillstand sind", der Visnove-Tunnel in der Slowakei, die Metro C in Rom: Das sind nur einige Beispiele für strategische wichtige europäische Projekte. Aber es gibt auch Australien mit einer Stadtbahn, die Perth mit dem Flughafen Forrestfield verbindet, für die der Aushub, der unter der Start- und Landebahn hindurchführt, kontrolliert wurde: "Um den Flugverkehr nicht zu blockieren, arbeiteten wir während den Flughafen-Betriebszeiten. Unsere Instrumente waren unerlässlich, um auch die kleinste Bewegung des Bodens und der Bauwerke im Auge zu haben“.


Und dann Chile mit der Lieferung von Instrumenten für die weltgrößte Kupfertagebaumine, Chuquicamata. "Wiederum in Chile kümmerten wir uns um eine Mine, die Untertagemiene in San José, wo im August 2010 33 Arbeiter wegen des Einsturzes des Daches eingeschlossen wurden. Wir lieferten die Messgeräte, die die Bewegungen des Bodens während des Bohrens einer seitlichen Perforation, die die Bergleute versorgen sollte, maßen. Es war für eine große Genugtuung dort, über die in der lateinamerikanischen Presse viel berichtet wurde, einen Beitrag geliefert zu haben“.


Ja, denn wir neigen oft dazu, Italiener auf Weltniveau nur für Textilien, Lebensmittel und Design zu erkennen, aber wir müssen uns daran erinnern, dass wir auch und vor allem ein Land an der Spitze der Technologie sind. Einige Lücken sind jedoch unbedingt zu schliessen“.
Und da, in der Europäischen Union, die Infrastrukturen braucht, um die touristischen, strategischen und wirtschaftlichen Pole miteinander zu verbinden.Wie? Es gibt keinen wichtigeren Anlass als die Finanzierung des EU-Programms Next Generation, mit dem ein Teil der Umsetzung eines dichteren, leistungsfähigeren und sichereren Infrastrukturnetzes finanziert werden muss: "Es ist schön und gut, dass es Geld zum Ausgeben gibt, aber zuerst müssen die vielen Probleme gelöst werden, die es noch gibt: fehlende Breitbandanschlüsse, erstickende Bürokratie, langsame und komplizierte Verfahren zur Auftragsvergabe. Nur wenn wir diese Knoten lösen, können wir sicherstellen, dass die Unternehmen unseres Sektors ihren Teil, zur Erstellung effizienter Infrastrukturen, dazu beitragen können".
"Bei konsequenter und korrekter Durchführung würde die Überwachung der Infrastruktur ihre Sicherheit gewährleisten. Das Problem ist leider, dass einerseits immer noch ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Einsatz von automatisierten Messanlagen und neuer technologischer Werkzeuge besteht. Andererseits gibt es nicht genügend geschultes Personal, um diese Werkzeuge optimal zu nutzen. Es reicht nicht aus, Sensoren und Instrumente auf einer Brücke anzubringen, wenn die Daten dann nicht sachgerecht verarbeitet werden".
Schließlich ein weiterer Punkt, der der Nachhaltigkeit: "Die Schaffung eines funktionierenden Schieneninfrastrukturnetzes trägt wesentlich zur Entwicklung einer umweltschonenden Mobilität bei".


Das Rezept dafür ist, in Technologie zu investieren: "Unser Geschäft ist immer in die Zukunft projiziert, so sehr, dass wir ein, vor einem Monat in Frankreich validiertes, Tool patentieren, das das Verhalten einer Eisenbahntrasse überwacht und von dem wir hoffen, dass es das erste einer Serie sein wird". Sicher ist, dass die Bauwerksüberwachung, obwohl sie wirklich strategisch essentiell ist, ein Bereich ist, der nicht ausreichend genutzt wird: "Es fehlt an der Ausbildung von Personal, das weiß, wie man Tools und Plattformen nutzt, aber vor allem an Kontinuität. Wer eine Infrastruktur überwacht, muss dies nicht nur während der Bauphase tun, sondern die Überwachung der Anlagen muss während der gesamten Lebensdauer eines Projekts und Bauwerkes vorgesehen und geplant werden. Das ist der einzige Weg, um von einem Netzwerk zu profitieren, das eine Welt abdeckt, die mehr und mehr vernetzt werden muss - nicht nur die europäische."

 

Quelle: www.genioeimpresa.it